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Donnerstag, 22. September 2011

Rede des Papstes im Bundestag

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Herr Bundestagspräsident!
Frau Bundeskanzlerin!
Herr Bundesratspräsident!
Meine Damen und Herren Abgeordnete!
Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen –
vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Dem Herrn Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat.
In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiss auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt. Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. Von dieser meiner internationalen Verantwortung her möchte ich Ihnen einige Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorlegen.
Lassen Sie mich meine Überlegungen über die Grundlagen des Rechts mit einer kleinen Geschichte aus der Heiligen Schrift beginnen. Im ersten Buch der Könige wird erzählt, dass Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten?
Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9). Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker letztlich ankommen muss. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muss Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen. Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, ohne den er überhaupt nicht die Möglichkeit politischer Gestaltung hätte.
Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“, hat der heilige Augustinus einmal gesagt.1 Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, dass diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind.
Wir haben erlebt, dass Macht von Recht getrennt wurde, dass Macht gegen Recht stand, das Recht zertreten hat und dass der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds treiben konnte. Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers. In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören. Er kann sich selbst manipulieren.
Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen. Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage, vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen. In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein.
Aber dass in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muss sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung suchen.
Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes den Widerstand der Christen gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …“
Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzer einen Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, dass geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war. Aber bei den Entscheidungen eines demokratischen Politikers ist die Frage, was nun dem Gesetz der Wahrheit entspreche, was wahrhaft recht sei und Gesetz werden könne, nicht ebenso evident. Was in Bezug auf die grundlegenden anthropologischen Fragen das Rechte ist und geltendes Recht werden kann, liegt heute keineswegs einfach zutage.
Die Frage, wie man das wahrhaft Rechte erkennen und so der Gerechtigkeit in der Gesetzgebung dienen kann, war nie einfach zu beantworten, und sie ist heute in der Fülle unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden.
Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, nie eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt.
Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen Rechts.
In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend, dass sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab…“
Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der Sprache des Seins geöffnete Vernunft. Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen.
Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so dass man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist.
Grundlegend ist zunächst die These, dass zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur und Vernunft. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen.
Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das Gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis.
Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewusstsein weithin der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist.
Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit.
Ich sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen, alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden.
Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, dass wir in dieser selbstgemachten Welt im Stillen doch aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen.
Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? Wie kann die Natur wieder in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung erscheinen? Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzu sehr missverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er-Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet.
Jungen Menschen war bewusst geworden, dass irgendetwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Dass Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. Es ist wohl klar, dass ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei mache – nichts liegt mir ferner als dies. Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen.
Erlauben Sie mir, bitte, dass ich noch einen Augenblick bei diesem Punkt bleibe. Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten. Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt noch ansprechen, der nach wie vor weitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.
Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren – 1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. – Es tröstet mich, dass man mit 84 Jahren offenbar doch noch etwas Vernünftiges denken kann. – Er hatte gesagt, dass Normen nur aus dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten, wenn ein Wille diese Normen in sie hineingelegt hat. Dies wiederum würde einen Schöpfergott voraussetzen, dessen Wille in die Natur mit eingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu.5 Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?
An dieser Stelle müsste uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser kulturelles Gedächtnis.
Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas.
Sie hat im Bewusstsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.
Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt würde? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden.
Ich danke Ihnen für Ihre
Aufmerksamkeit!

Dienstag, 12. Juli 2011

Chronologie der Finanzkrise

Gerade eben habe ich eine tolle Meldung der facebook-tagesschau-News erhascht. Die Redaktion der fb-tagesschau hat sich die Mühe gemacht den gesamten bisherigen Ablauf der Krise chronologisch zu gliedern, angefangen im Sommer 2007 als sich die ersten dunklen Wolken am amerikanischen Immobilien-Himmel zusammenbrauten bis zur heutigen Diskussion um €-Rettung und den unzähligen Nebenkriegsschauplätzen.
Die Meldungen sind kurz gefasst und beinhalten jede für sich noch einmal weitere Verlinkungen für all diejenigen, die sich detaillierter informieren möchten.

Außerdem las ich neulich in der FAZ ein interessantes Interview mit dem Ökonomen Volker Wieland, der davor warnt, pauschal von einer €-Krise zu sprechen. Seiner Aussage zufolge gäbe es erst dann eine Währungskrise, wenn der Währungskurs im Vergleich zu ausländischen Währungen sinken würde und darüberhinaus eine hohe Inflation attestiert werden könnte. Beides trifft derzeit aber (noch) nicht zu. Stattdessen erleben wir derzeit eine existenzielle Staatsschuldenkrise in einigen Ländern, die auf mangelhafter Fiskalpolitik beruht, nämlich der Finanzpolitik auf Pump.

Im Grunde bin ich seiner Meinung. Da aber unzählige Experten mit einer hohen Inflation in den kommenden Jahren rechnen, wird es spätestens dann auch zu einer €-Krise kommen.
Aus folgendem Grund ist es dennoch wichtig, terminologisch von einer peripheren Staatsschuldenkrise statt einer €-Krise zu sprechen und zwar nicht nur für den informierten Leser, der die Tagespresse und die Entwicklungen in der Krise regelmäßig verfolgt: Eine Krise gäbe es auch mit der DM als Währung. Oder glaubt irgendjemand, dass die Investment-Banken ihr Casino-Treiben von der Währung abhängig machen?

Sonntag, 3. Juli 2011

Warum wird Griechenland eigentlich gerettet?

Diese Frage stellen sich derzeit berechtigterweise viele Menschen. Nachdem Griechenland bereits vor einem Jahr mit Milliardenbeträgen unterstützt wurde, fließen jetzt schon wieder weitere Milliarden und im Herbst kommt, so wird es in der Presse verlautet, die nächste, dritte Tranche, 120 Milliarden €, so wird gemunkelt. Eine Summe bei der einem zweifellos schwindelig werden kann und die Zahl derjenigen die frustriert nach dem Sinn all der Maßnahmen fragen wächst täglich.
Im Grunde weiß ich es auch nicht, vielleicht ist es auch falsch eine Milliarde nach der nächsten in marode Staaten zu "investieren", wer kann das schon mit Gewissheit sagen?

Mein Erklärungsversuch für all die zahlreichen Rettungsmaßnahmen setzt bei der untergegangenen Lehman Brothers-Bank an. Diese ist, das ist Allgemeinbildung, im September 2008 pleite gegangen und hat in der Folgezeit zahlreiche andere, meist kleinere Banken mit in den Abgrund gerissen. Die Scherbenhaufen, die diese Megapleite hinterlassen hat, werden  bis heute rund um den Globus aufgekehrt. Und das wird traurigerweise auch noch eine zeitlang so weiter gehen, weil die Rettungsmaßnahmen für extrem angeschlagene systemrelevante Institute wie die amerikanische AIG, die deutsche Hypo Real Estate und andere Kredit- und Finanzinstitute unzählige Milliarden verschlungen haben und es der die Krise nicht verursachende Steuerzahler ist, der die Schäden entweder in Form höherer Steuern und Abgaben oder aber in Form einer sinkenden Daseinsfürsorge (Rentenkürzungen, Kürzungen bei den Sozialversicherungsleistungen, Schließung von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Universitäten oder zumindest deren schlechtere Instandhaltung) tragen muss.
Das ist definitiv ein Skandal sondergleichen mit unzähligen Einzelschicksalen.

Wir leben in einer Zeit der großen Krise deren Folgen so erschreckend und weitreichend sind, wie sonst nur die Folgen die durch gewaltige Naturkatastrophen oder menschlich verursachte Tragödien, zu denen Kriege als ultima ratio menschlichen Versagens zu zählen sind, ausgelöst werden. Der Währungskommissar Olli Rehn spricht im Zusammenhang mit unserer heutigen Krise von der schwersten seit dem 2. Weltkrieg.
Ich glaube niemand wird ihm ernsthaft widerpsrechen.

Jedoch sind es all diese Milliarden die in guter alter Keynesianischer Manier weitere Wohlstandserosionen verhindern sollen. Hoffen wir also das Beste!

Freitag, 1. Juli 2011

Europa's Krisenmanagement

Heute berichtet der Spiegel über die geglückte Rettung Griechenlands. Die Börsen in New York, Frankfurt und andernorts feiern diesen Schritt als Verhinderung eines weiteren Finanzdesasters mit kräftigen Kursaufschlägen insbesondere bei den Banken-Titeln. Ein Lehman II wird es somit definitiv nicht geben.


Mit 3,2 Mrd. € beteiligen sich deutsche Geschäftsbanken an dieser Rettung. Diese Summe wird in bis 2014 laufende Anleihen investiert, zu einem Mindestzinssatz in Höhe von 5,5%, der auf 8% steigt, wenn sich die griechische Wirtschaft in den kommenden Jahren erholt. 3,2 Mrd.€ mit 5,5% verzinst ergeben nette Zinseinkünfte von 616 Mio.€, die auf 896 Mio.€ steigen können.
Damit ist der erste "freiwillige" Schritt getan, um die Nervosität und den Vertrauensverlust an den Anleihemärkten zu stoppen, jetzt kann wieder Normalität einkehren.

Meldungen aus der Presse, wonach nun auch begonnen wird, den Finanzplan der EU für die Jahre 2014-2020 zu verhandeln, bestärken die grundsätzliche Annahme, dass es schon irgendwie weitergehen wird. Europa wird nicht scheitern, auch wenn eine Vielzahl der in den Medien publizierten Nachrichten Gegenteiliges verheißen mag. Wie der weitere Weg aussehen wird kann allerdings niemand genau sagen. Griechenland wird mit Sicherheit auch in 10 Jahren kein Hightech-Land sein oder als Musterländle gelten. Zynismus und Sarkasmus, wie in unzähligen Foren und den Kommentaren zu den entsprechenden Artikeln herausgelesen werden kann, helfen trotzdem bestimmt nicht. Vielmehr muss jeder Europäer für sich ein Europa bilden, in dem es Spaß macht zu leben. Positive Beispiele für eine prosperierende Entwicklung gibt es selbst in unseren heutigen Krisenzeiten. Wer vor 20 Jahren gesagt hätte, dass neben dem wiedererstarkten Deutschland ausgerechnet ein Land wie Polen dazugehört, den hätte wohl jeder ausgelacht. Aber gerade Polen und die immer weiter ausgebaute Partnerschaft zu den westlichen Nachbarn zeigt möglicherweise auch, wie die kriselnden Staaten wieder auf einen grünen Zweig kommen können. Mit einem verachtenden Fingerzeig geht dies nicht.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Warum eine hohe Inflationserwartung gefährlich sein kann.

Ökonomen und Finanzexperten in Europa und in den USA erwarten seit Längerem eine steigende Inflation. Diese Vorhersagen haben viele Kettenreaktionen zur Folge.
So ist ein beträchtlicher Teil des stark gestiegen Goldpreises auf diese Vorhersagen zurückzuführen. Die Anleger sind verunsichert und kaufen in Scharen Gold beim nächsten Goldschmied und Goldjuwelier um die Ecke. Aktien von Goldexplorern werden gekauft, desweiteren viele bislang aufgelegte Bank- und Fondsprodukte. Dabei hat sich bislang kaum etwas getan bei der Inflation. Einige Lebensmittel wurden teurer und auch Öl und somit Benzin und Diesel. Die Inflation beträgt in Deutschland etwas mehr als 2 %, in England ist sie bei 4%, in den USA auch irgendwo dazwischen. Von einer hohen Inflation, gar einer Hyperinflation kann bislang keine Rede sein.
Die Erklärung für die Prognose scheint auf den ersten Blick einleuchtend. Eine steigende Staatsverschuldung in Verbindung mit einer extrem expansiven Geldpolitik in Verbindung mit stark steigenden Aktienkursen müsste lehrbuchmäßig zu einer höheren Inflation führen. So lautet der derzeitige Mainstream und er scheint Konsens zu sein. Dies kann jedoch gefährlich sein wie auch in dem folgenden Handelsblatt-Artikel ausführlich und plausibel erläutert wird.
Dort heißt es nämlich zu Recht, dass das Gelddrucken noch lange nicht dazu führt, das ebenjenes ausgegeben wird. Genau das ist aber der Fall. In den kriselnden €-Peripherie-Ländern geben die Menschen kein Geld aus, weil sie entweder arbeitslos sind oder von Sparmaßnahmen betroffen sind. In Deutschland sparen die Menschen traditionell viel Geld und, oh Wunder, auch die Amerikaner sparen immer fleißiger, die Sparquote steigt stetig, weil die Arbeitslosenquote in den USA bei für die Amerikaner ungewohnt hohen 9 Prozent verharrt. Deshalb verzichten viele Amerikaner auf Urlaub, ziehen wieder zu den Eltern und betätigen sich zunehmends als Gutschein- und Schnäppchenjäger, nachdem bekannten deutschen Motto "Geiz ist geil".

Eine hohe Inflationserwartung ist darüber hinaus aber auch deshalb gefährlich, weil in Erwartung einer solchen, die Gewerkschaftsverbände für ihre Arbeitnehmer eine besonders saftige Lohnerhöhung heraushandeln wollen. Das dürfte einleuchtend sein. Wenn alle Welt eine hohe Geldentwertung erwartet, dann müssen die Löhne zwangsläufig steigen, erst Recht wenn wie in Deutschland der Export boomt.
Das jedoch kann sich mittelfristig als Nachteil erweisen und das zarte Pflänzchen Konjukturerholung wieder jäh zerstören. Denn die Unternehmen stellen weniger neue Beschäftigte ein oder überlegen sich dies lieber zwei Mal, die Zahl der Erwerbslosen nimmt nicht ab und die Kosten für die getane Arbeit steigen auch noch. Das mag in Deutschland, wo in einzelnen Branchen ein Fachkräftemangel herrscht, vergleichsweise vernachlässigbar sein. In strauchelnden Ländern ist dies jedoch ein enormer Unsicherheitsfaktor für die Unternehmer. Daher sollte auch in Zukunft Lohnzurückhaltung die Devise sein.

Es ist also keinesfalls sicher, dass die Inflation steigen wird, sicher ist nur, dass die Angst vor der Inflation für die Volkswirtschaft viel gefährlicher sein kann. Darüber hinaus kann es auch beim Gold zu einer schnellen und steilen Abwärtsbewegung ähnlich zum Silberpreis kommen. Die Anleger sollten mithin gewarnt sein.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Inside Job - Oder was die Finanzkrise mit Matt Damon zu tun hat

Ich habe mir neulich den Dokumentarfilm Inside Job angesehen. Der Film handelt von der jüngsten Finanzkrise und beleuchtet den gesamten Ablauf, also von der Entstehung durch falsche deregulatorisch-gesetzgeberische Maßnahmen bis hin zu dem Zusammenbruch namhafter Finanzinstitute und den verheerenden Folgen nicht nur in Amerika sondern rund um den Globus. Dabei wird auch gezeigt, dass selbst führende Professoren und Dekane international hochgepriesener Elite-Universitäten wie Harvard in Verlegenheit geraten wenn sie nach ihrer Rolle in dieser betrügerischen Episode der jüngeren Zeitgeschichte befragt werden. Es stellt sich die Frage, inwiefern die verantwortlichen Akademiker aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und durch das universitäre Ausbildungssystem der Gesellschaft dienen, in dem sie junge Menschen verantwortungsvoll auf Führungsaufgaben in der Wirtschaft vorbereiten, damit diese ethisch handeln. Mich würde es nicht wundern, wenn der ein oder andere Zweifel daran hat. Diese haben auch die Macher dieses Films, die zum Schluss zum Kampf aufrufen… erzählt von Matt Damon, der auch den gesamten Film über die Rolle des Erzählers übernommen hat.  -  Anders die großen Denker der amerikanischen think-tanks: Sie blicken bereits nach vorne und setzen sich intellektuell für den Erhalt des amerikanischen Traumes ein.

Donnerstag, 9. Juni 2011

"Mr. DAX" spricht von Krise unseres Geldsystems!

Dirk Müller alias Mr. Dax ist das Gesicht der Frankfurter Wertpapierbörse schlechthin. Berühmtheit erlangt hat Dirk Müller durch seine Vorhersage des Immobiliencrashs in Amerika im Jahre 2007. Ich habe nunmehr einige Interviews gefunden, in denen er von den Herausforderungen unserer Zeit spricht. Seit nunmehr drei Jahren und dem Zusammenbruch einiger einst namhafter Investmentbanken wie Bear Sterns und Lehman Brothers besteht aus Sicht des Mr. Dax eine grundsätzliche Krise unseres Geldsystems. Erstaunlich ist allemal, dass sich immer noch alle und so auch "Mr. Dax"  freuen, wenn sie mehr $ und € im Portemonaie haben: Politiker, Banker, Kabarettisten vor allen aber die Weltuntergangspropheten wie sie ständig auf der Mattscheibe (Dirk Müller: hier, hier und hier) erscheinen. Ist es also wirklich so schlimm?

Die Medien, allen voran die Fernsehanstalten und die Presse haben sich mittlerweile seit über einem Jahr auf einen Sündenbock geeinigt und berichten gefühlt am meisten über ihn, einige Leser ahnen es, Andere wissen es, es handelt sich natürlich um Griechenland. Griechenland, das sich für seine antike Historie und die Erfindung der Demokratie nichts kaufen kann, hat durch verbrecherische Bilanztricksereien seinen Staatshaushalt geschönt. Mitgeholfen und mitverdient hat dabei vor allem Goldman Sachs, die Investmentbank, welche die Finanzkrise überstanden hat und gestärkt aus ihr hervorgegangen ist. Auch die Investmentlegende Warren Buffett kaufte sich ein, was in Finanzkreisen als großer Vertrauensbeweis gilt.

Im Schatten von Griechenland wurden inzwischen auch Irland und Portugal gerettet, mit dem Unterschied das Letztere aus dem Rettungsfonds EFSF gerettet wurden, Griechenland jedoch nicht, was einen Automatismus bezüglich der Nachschusspflicht ausschließen soll.

Ob es letzten Endes zu einer Umschuldung, einem Schuldenschnitt, einem Austritt Griechenlands oder einem Aufbrechen der Währungsunion kommen wird, kann man derzeit nicht eindeutig beantworten. Sicher ist nur, dass die Banken, die in all diesen Ländern kräftig investiert sind, mitentscheiden werden.

Mein Fazit an dieser Stelle ist also, dass wir es auch drei Jahre nach dem Platzen des amerikanischen Immobilienbooms wegen den milliardenschweren Investments immer noch mit einer Bankenkrise zu tun haben. Die Banken, als größte Gläubigergruppe, haben die €-Peripherie-Länder kräftig unterstützt und die riesigen Staatsschulden erst ermöglicht. Nun erknennen wir alle, dass die Forderungen lediglich auf dem Papier stehen, eingetrieben werden können diese nicht. (Im Übrigen ist es um Amerika und Deutschland nicht besser bestellt. In beiden Ländern mussten enorme Rettungspakete für Banken und die Realwirtschaft geschnürt werden und schraubten die Verschuldung gehörig nach oben.)

Faktisch sind alle westlichen Länder inklusive Japan pleite. Nur sagt dies so kaum jemand. Im Falle Amerikas führte die eigene geplatzte Immobilienblase in's Verderben, riss deutsche Banken und letzten Endes die Bundesrepublik ebenfalls mit und kotzt sich an den €-Peripherie-Ländern bis heute aus. Der Unterschied zu Griechenland ist jedoch, dass man den Schuldigen eindeutig bei den Banken lokalisieren kann, während Griechenland selbst erst durch eine korrupte Staatsobrigkeit an viele EU-Gelder kam.

Da ich mich nicht zu den raffgierigen Scharlatanen und Weltuntergangspropheten zähle kann ich nur hoffen, dass die Staaten und Banken eines Tages ihre Probleme in den Griff bekommen. In dem Video, das ich unten eingebettet habe geht es thematisch nicht um die Staatsschuldenproblematik, der Dreiteiler zeigt aber eine rege Diskussion um die sicherste und rentabelste Kapitalanlage in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Mit Aktieninvestments der Realwirtschaft helfen!

Aktionäre pumpen Geld in Aktiengesellschaften und erhoffen sich dadurch mitunter eine Traumrendite, womöglich noch in Rekordzeit. Aber die Gier war noch nie ein guter Ratgeber. Vielmehr macht es mehr Sinn, Aktieninvestments als Unterstützung der Realwirtschaft zu begreifen. Man gibt das Geld einem Unternehmen, das damit wirtschaften kann. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und Familien unterstützt.

Gerät ein Aktienunternehmen mal in die Bredouille, dann muss dies schlichtweg hingenommen werden. Das ist bitter. Aber noch bitterer ist eine Unternehmensinsolvenz für die direkten Leidtragenden, die Unternehmer, die Angestellten und Arbeitnehmer samt Familien. Auch Politiker haben dann eine Sorge mehr, zumindest die verantwortungsvollen unter ihnen. Nicht zuletzt muss der Steuerzahler für die Folgekosten aufkommen, auch die Sozialversicherungsträger bekommen Kosten aufgebürdet, weil ja etliche Beitragszahler wegfallen.


Um diesem Teufelskreis entgegenzuwirken hilft nur ein Direktinvestment in ein börsennotiertes Aktienunternehmen. Denn wenn das Geld zu meist mickrigen Zinsen auf dem Sparbuch, dem Bausparbuch oder in der Lebensversicherung herumliegt, dann wird es eben von den Bank- und Versicherungsinstituten investiert. Viele Bankkredite an Mittelstandsunternehmen sind nur möglich, weil unzählige Sparer ihr Geld auf dem Sparbuch liegen lassen. Die Bank wiederum investiert es in Form einer Kreditvergabe an ein Unternehmen, entweder direkt oder durch Aktieninvestments. Dadurch trägt man auch als Sparer das Risiko einer möglichen Unternehmensinsolvenz. Dies geschieht vielleicht nicht bei einer einzelnen Insolvenz. Wenn aber wie nach dem Platzen des Immobilienbooms im Jahre 2008 plötzlich die Kreditvergabe erlahmt, dann kann das zu einer verheerenden Kettenwirkung in der Realwirtschaft führen, mit vielen Arbeitsplatzverlusten und im Extremfall der Pleite von Kreditinstituten. Dann ist auch das Geld des emsigen Sparers plötzlich weg!

Das Fazit muss also lauten, dass es für jeden engagierten Bürger erste Bürgerpflicht werden müsste, etwaig vorhandenes Geld auf der hohen Kante in Aktien zu investieren und somit von einem prosperierenden Unternehmensgeschäft zu profitieren oder im Falle eines Verlustgeschäftes wenigstens die Gewissheit zu haben, aktiv an der Unterstützung der Realwirtschaft partizipiert zu haben.