Das Bundesinnenministerium hat eine neue Studie zur Integrationsbereitschaft junger Muslime herausgebracht.
Sehr ausführlich wird analysiert warum es gerade unter jungen Muslimen auffällig häufig zu einer missglückten Integration kommt. Ich habe die gewaltige 760 Seiten lange Studie punktuell gelesen und komme unter dem Vorbehalt, dass ich Stellen überlas zu folgendem Schluss (Auszug aus meinem facebook-post):
Ich habe die Studie nun
gelesen, zumindest Teile davon und ich muss sagen, dass sie zu einseitig
ist: Die Autoren gehen davon aus, dass Integration einzig und allein in
eine Richtung stattfindet. Man wird den Eindruck nicht los, dass eine erfolgreiche
Integration ausschließlich in der Übernahme aller Werte der
Mehrheitsgesellschaft durch die Minderheit liegt. Darüber hinaus wird
nirgends eine Grenzziehung vollzogen, an welcher Stelle Integration in
lästige und unterwürfige Anbiederung umschlägt (der Begriff „anbiedern“
fällt kein einziges Mal, auch kein Synonym – benutzt habe ich die
automatische Suchfunktion). – Die Schlussfolgerungen finde ich teils
blauäugig um nicht zu sagen realitätsfremd, wenn etwa empfohlen wird,
dass bei internationalen Konflikten seitens der Medien nicht die
Religion in den Vordergrund gestellt werden soll. – Spannend sind die
Interviews inkl. der Analysen und die Untersuchung der Vorurteile
gegenüber dem Westen und den Juden insb. unter Berücksichtigung der
konfliktgeladenen Situation im Nahen Osten. Insgesamt ist die Studie
aber gelungen und objektiv.
Hier ist der offizielle Link auf die Internet-Seite des BMI, auf der die Studie ganz knapp zusammengefasst wird.
Samstag, 3. März 2012
Mittwoch, 15. Februar 2012
Alles Schall und Rauch
Zahlen sagen mehr als tausend Worte. Das Gejammere ist oftmals riesengroß bei uns. Aber meistens entbehrt es jeglicher Grundlage. Denn das Geld- und Immobilien-Vermögen der Deutschen summiert sich auf ziemlich genau 10 Billionen € und nimmt auch noch mit schöner Regelmäßigkeit und konstant zu. Zieht man die Verbindlichkeiten ab, bleibt immernoch ein Betrag von gigantischen 8,5 Billionen € übrig. - Konstant niedrig ist wie schon seit Jahren die Aktienquote. Die Deutschen investieren also sehr risikoavers, was wohl auch daran liegt, dass es in der Regel die Älteren sind, die das Vermögen in den Händen halten.
SPON-Artikel
Handelsblatt-Artikel
SPON-Artikel
Handelsblatt-Artikel
Montag, 13. Februar 2012
Leseempfehlung: Abstruse Verschwörungstheorien
Stefan Riße, der ehemalige Chefstratege des in London ansässigen CFD-Brokers CMC Markets hat in seinem Blog zu der Ankündigung der SPD, den Wahlkampf zur Bundestgaswahl 2013 auf einer Kampagne gegen Banken aufzubauen, Stellung bezogen. Lesenswert!
SPD-Chef Gabriel dementierte derartige Pläne mittlerweile jedoch.
Unterdessen hielt Altkanzler Gerhard Schröder eine Rede vor Vertretern der Londoner City, die ihm, wegen der seinerzeit gegen den parteiinternen Widerstand durchgeboxten Agenda 2010, huldigte.
SPD-Chef Gabriel dementierte derartige Pläne mittlerweile jedoch.
Unterdessen hielt Altkanzler Gerhard Schröder eine Rede vor Vertretern der Londoner City, die ihm, wegen der seinerzeit gegen den parteiinternen Widerstand durchgeboxten Agenda 2010, huldigte.
Donnerstag, 9. Februar 2012
Cyber-Terrorist Assange gegen Schweden
In diesen Tagen gab es vor dem Supreme Court in London eine Anhörung im Fall Assange gegen Schweden. In der Anhörung ging es um die Frage einer Auslieferung des durch zahlreiche hoch umstrittene Veröffentlichungen geheimer amerikanischer Militärdokumente auf der Enthüllungsplattform wikileaks bekannt gewordenen Julian Assange an Schweden. Vorgeworfen wird ihm dort die Vergewaltigung zweier Frauen. Assange wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Auslieferung, weil er befürchtet, dass die Schweden ihn wiederum wegen den Veröffentlichungen der Militärdokumente an die Vereinigten Staaten ausliefern könnten. Zwei vorinstanzliche britische Gerichte haben sich bereits für eine Auslieferung des Transparenz-Gurus an Schweden ausgesprochen.
Seit einer Justizreform im Vereinigten Königreich sind bei Verhandlungen und Anhörungen vor dem britischen Supreme Court, dem höchstinstanzlichen Gericht im Vereinigten Königreich, Videomitschnitte erlaubt. So konnte man sich auch die Anhörung im Fall Assange live im Internet angucken. Wer sich für diesen Fall interessiert, der kann sich auf youtube die Argumentation der Anwältin von Assange und auch der Gegenseite noch einmal ansehen.
Der Fall ist von äußerst hoher Brisanz, weil der wikileaks-Gründer Assange streng geheime Unterlagen des amerikanischen Militärs zu den Irak- und Afghanistan-Kriegen veröffentlichte. Zu guter Letzt gelang er auch in den Besitz ebenfalls geheimer Dokumente des amerikanischen Diplomatennetzwerkes, die ihm der in den USA inhaftierte US-Soldat und Whistleblower Bradley Manning zuspielte. In Deutschland sind die Botschaftsdepeschen auf der Internetseite des Nachrichtenmagazines "Der Spiegel" veröffentlicht.
Viele streng vertrauliche Einschätzungen ranghoher US-Diplomaten zu den jeweiligen Staaten und deren politischer Klasse wurden dadurch publik. Auch Missstände in den diktatorisch geprägten Ländern des arabischen Raumes wurden so aufgedeckt. Assange, Vertreter der totalen Transparenz, erreichte sein Ziel.
Kritiker, zu denen auch ich zähle, werfen ihm vor, dass er die ohnehin fragile Situation im Nahen Osten durch die Veröffentlichung der unzähligen Dokumente noch zusätzlich verschärfte und so mitursächlich den Nährboden für die im letzen Jahr ausgebrochene schwer kontrollierbare arabische Revolution schaffte oder sich zumindest nicht um die Folgen scherrte. So konnte es dazu kommen, dass Arabien explodierte. - Möge Allah den muslimischen Völkern beistehen.
Meine Buchempfehlung zu dem Thema ist der Spiegel-Bestseller: "Staatsfeind Wikileaks: Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert."
Seit einer Justizreform im Vereinigten Königreich sind bei Verhandlungen und Anhörungen vor dem britischen Supreme Court, dem höchstinstanzlichen Gericht im Vereinigten Königreich, Videomitschnitte erlaubt. So konnte man sich auch die Anhörung im Fall Assange live im Internet angucken. Wer sich für diesen Fall interessiert, der kann sich auf youtube die Argumentation der Anwältin von Assange und auch der Gegenseite noch einmal ansehen.
Der Fall ist von äußerst hoher Brisanz, weil der wikileaks-Gründer Assange streng geheime Unterlagen des amerikanischen Militärs zu den Irak- und Afghanistan-Kriegen veröffentlichte. Zu guter Letzt gelang er auch in den Besitz ebenfalls geheimer Dokumente des amerikanischen Diplomatennetzwerkes, die ihm der in den USA inhaftierte US-Soldat und Whistleblower Bradley Manning zuspielte. In Deutschland sind die Botschaftsdepeschen auf der Internetseite des Nachrichtenmagazines "Der Spiegel" veröffentlicht.
Viele streng vertrauliche Einschätzungen ranghoher US-Diplomaten zu den jeweiligen Staaten und deren politischer Klasse wurden dadurch publik. Auch Missstände in den diktatorisch geprägten Ländern des arabischen Raumes wurden so aufgedeckt. Assange, Vertreter der totalen Transparenz, erreichte sein Ziel.
Kritiker, zu denen auch ich zähle, werfen ihm vor, dass er die ohnehin fragile Situation im Nahen Osten durch die Veröffentlichung der unzähligen Dokumente noch zusätzlich verschärfte und so mitursächlich den Nährboden für die im letzen Jahr ausgebrochene schwer kontrollierbare arabische Revolution schaffte oder sich zumindest nicht um die Folgen scherrte. So konnte es dazu kommen, dass Arabien explodierte. - Möge Allah den muslimischen Völkern beistehen.
Meine Buchempfehlung zu dem Thema ist der Spiegel-Bestseller: "Staatsfeind Wikileaks: Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert."
Mittwoch, 8. Februar 2012
Bürgerkrieg in Syrien
Baschir al-Assad steht mit dem Rücken zur Wand. Immer neue erschütternde Videos und Berichte aus Syrien zeigen ein Land in bürgerkriegsähnlichen
Verhältnissen. Der Diktator zeigt sich wie von einem Diktator nicht anders zu
erwarten ist von seiner ganz brutalen Seite und setzt Militärs und Schlägertrupps
ein um die Bevölkerung einzuschüchtern und die Rebellen und Oppositionelle niederzuschlagen.
Mit bitterbösem Humor versuchen diese nun hierauf zu antworten.
Währenddessen scheiterte der Versuch Sanktionen der
Staatengemeinschaften in der UN am Veto der beiden Großmächte Russland und
China. Alles Andere wäre auch eine zu große Überraschung. Und so bleibt es bei
den bisher verhängten Sanktionen durch die EU
und die arabische Liga
die diese in letzter Zeit noch einmal verschärften. Die USA schließen derweil ihre Botschaft in Damaskus.
Ob diese Maßnahmen ihre Früchte tragen werden bleibt mehr
als fraglich. Gerade Diktatoren haben immer ein sehr loyales Umfeld und
Netzwerk und darüber hinaus auch die notwendige Geduld und Zeit um
eine internationale Isolation auszuhalten.
Einen Automatismus bei dem militärischen Eingreifen der NATO
und der USA wird es auch nicht geben. Zu viele Einsätze gerade im Nahen Osten
haben in den letzten Jahren Geld und Energie gekostet. Auch der renommierte Nahost-Experte Peter Scholl-Latour sieht derzeit keine Grundlage fürein militärisches Eingreifen und empfiehlt, so kann man das Interview interpretieren,dem Westen derzeit die Beobachterrolle.
Ich beobachte das Geschehen in Arabien schon seit dem
Ausbruch der arabischen Revolution Anfang des letzten Jahres. Es fing in
Tunesien an, wo die junge Bevölkerung sich mithilfe von facebook und twitter
organisierte und auf die Straße ging. Schnelle Erfolge stellten sich ein.
Diktatoren wurden gestürzt, so in Ägypten und in Lybien. Nun befindet sich
Syrien vor dem Hintergrund eskalierender Gewalt im Fokus der Medien. Aus meiner
Sicht hat der arabische Raum eine weiterhin schwere Zeit vor sich. Es gibt viel
Unruhe, die zum Teil auch durch die Veröffentlichung der amerikanischen Depechen
ausgelöst wurde, als viele Machenschaften der Diktatoren an’s Licht kamen was die Nervosität innerhalb der alten
Machteliten nachvollziehbar macht.
Grundsätzlich ist es den arabischen Völkern zu wünschen, ein Leben
in Freiheit und im Wohlstand zu führen, so wie wir im Westen es seit Langem
gewohnt sind. Leicht, das zeigen die Fußball-Krawallen in Ägypten, ist der Weg aber mit Sicherheit nicht. Es könnten noch etliche weitere
unruhige Jahre im Nahen Osten folgen. Viel zu lange dauerten die bleiernen
Jahre der wirtschaftlichen Stagnation in den Diktaturen. Niemand hat Erfahrung
mit der Demokratie.
Trotzdem: Davon mal abgesehen überraschen die Vorkomnisse doch ganz
allgemein gesprochen. Positiv muss festgehalten werden, dass es zu den
Aufständen kam, wurde uns hier im Westen doch immer eingeredet, dass die
muslimischen Völker eher freiheitsavers orientiert sind bzw. waren. Das
Gegenteil wurde nun bewiesen. Nun wartet jede Menge Arbeit auf die hiesigen
Nahost-Experten und Millitärstrategen. Es wird nicht leicht bei all den vielen
unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen einen friedlichen Weg zu gehen. Zu
wünschen wäre es den Muslims, ob es ihnen gelingt liegt in erster Linie
natürlich in deren Händen. Zumindest in Syrien sieht es düster aus.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Die Liste der Schande
Die griechische Regierung hat eine Liste der größten griechischen Steuersünder herausgebracht, die sog. "Liste der Schande". - Mithilfe von google translate verstehen auch alle die des Griechischen leider nicht mächtig sind etwas.
Η λίστα της ντροπής
Η ελληνική κυβέρνηση έχει κυκλοφορήσει μια λίστα με τις μεγαλύτερες ελληνικές φοροφυγάδες, η λεγόμενη «λίστα της ντροπής». - Χρησιμοποιήστε το Google Translate να κατανοήσουν όλα τα ελληνικά δεν είναι, δυστυχώς, κάτι ισχυρό.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
In China essen sie Hunde!
Noch vor wenigen Tagen habe ich es in diesem Blog geschrieben und schon heute wurde es Realität: In China protestieren die Menschen. Ein ganzes Dorf mit seinen 20.000 Einwohnern geht auf die Straße. Sie proben den Aufstand, weil sie ihre Löhne einfordern und gegen die korrupte Staatsmacht demonstrieren wollen, die kommunales Eigentum an windige Immobilienfirmen verscherbelt. Die Behörden haben die Kontrolle über die Lage verloren. Mahlzeiten werden knapp.
Viele weitere Fälle sozialer Unruhen ereignen sich in dem gelben Riesenland, das vor Spannung zu bersten droht. Wo die Wirtschaft seit Jahren von einem Rekord zum nächsten eilt, viele westliche Staaten und deren Konzerne Geschäfte und Profite machen, da werden Forderungen der einheimischen Bevölkerung nach Partizipation an dem Aufschwung und dem damit einhergehenden Wohlstand laut. Doch es gibt unzählige Baustellen: das Eigentum wird nicht ausreichend gewährleistet, erst vor wenigen Jahren gab es eine Reform, die es den Chinesen überhaupt möglich machte, ihr Eigentum besser vor Willkür zu schützen.
Menschenrechtsverletzungen sind in China gang und gäbe, laut Amnesty International verhängt alleine die chinesische Volksrepublik so viele Todesstrafen, wie der ganze Rest der Welt. Ein einsamer Spitzenrekord und der absolute Wahnsinn. Auch wenn dieser Link schon etwas älter ist, wer sich für dieses Thema interessiert wird auf den Seiten von Amnesty International fündig.
Das Land hat seinen Wohlstand zwei Phänomenen zu verdanken, die typisch sind für das 21. Jahrhundert: Völkerwanderungen, in China im Besonderen durch Millionen Wanderarbeiter gekennzeichnet, und der Globalisierung, der das rote Reich einen großen Teil seines neuen Vermögens zu verdanken hat. Spannungen und soziale Unruhen entstehen nun, weil arm auf reich trifft und die sichtbaren Wohlstandsunterschiede mit Hilfe der Mund-zu-Mund-Propaganda bis in's letzte Dorf China's getragen werden.
Über 100 Mrd. US-$ wurden alleine dieses Jahr bereits aus dem Ausland in China investiert. Von solchen Konjunkturprogrammen wagt so manch ein westlicher Politiker gar nicht zu träumen. Das zeigt sich natürlich in beeindruckenden Wachstumszahlen und in einem wachsendem Selbstbewusstsein.
Dabei gibt es wie oben beschrieben unglaublich viele Missstände. Leider konzentrieren sich unsere Medien viel zu sehr auf die positiven, die wirtschaftlichen Meldungen aus China. Es wird kein oder nur ein zu vernachlässigender Druck gegenüber dem großen Land in der Mitte aufgebaut. Es wird viel zu unkritisch und eingeschüchtert von den vermeintlich so großen Problemen in unseren Landen, USA und Europa, berichtet. Ausschließlich Positives wird in den Vordergrund gestellt.
Ganz anders sieht die Berichterstattung zu unseren Gefilden aus: Viele Schreckenszenarien um Währungsturbulenzen und Rezessionen geistern durch unsere Medien, ständig wird Angst geschürt. Ich frage mich warum das so ist und finde nur eine unzureichende Erklärung in dem Wandel, den die gesamte Medienlandschaft selbst durch das Internet erfahren muss. Wahrscheinlich sind es wegbrechende Einnahmen aus der Werbeindustrie, die den Verlagshäusern und den Radio- und Fernsehsendern zu schaffen machen und sie mithin immer wieder auf's Neue veranlassen, Hiobsbotschaften zu verbreiten. Schlechte Nachrichten haben sich schon immer gut verkauft heißt es meist ganz lapidar dazu. Das wird es wohl sein. Wenn es dem Nachbar schlechter geht als mir, dann bin ich zufrieden. Das selbe Prinzip setzt wohl auch ein, wenn es um Menschen geht, die wir nicht persönlich kennen, Unternehmen aus anderen Regionen, anderen Staaten.
In dieses Bild passen die Meldungen aus China nicht hinein. Dort blühen die Landschaften, dort fließt Milch und Honig. Was für ein Quatsch, liebe Medien, mehr kritische Berichterstattung zu China ist erwünscht. Das ständige Verrücktmachen der eigenen Bevölkerung stößt mir persönlich sauer auf. Ein Bsp. ist die seit Jahren zu verfolgende Diskussion um einen schwachen € und einen schwachen US-$.
Lächerlich. Wo sind denn die Alternativen? Soll der Welthandel in Zukunft in Rubel berechnet werden, in türkischen Lira womöglich. Oder in chinesischen Yuan? Letzterer ist an den US-$ gekoppelt, was von der amerikanischen Regierung seit Jahren kritisiert wird. Fazit: Es gibt zum US-$ und zum € keinerlei brauchbare Alternative, so einfach ist das. All die Meldungen der letzen Jahre sind Kokolores. Ausufernde Staatsschulden in Griechenland haben überhaupt keine Bedeutung in unserer Welt, auf den Punkt gebracht interessiert das Land an Europa's Peripherie niemanden wirklich.
Viele Nachrichten in den heutigen Medien sind wenig bis gar nichts wert. Sie stehen isoliert im Raum, herausgerissen aus dem Gesamtkontext einer eng verwobenen und globalisierten Welt haben sie einen Mehrwert von wenigen Stunden, höchstens bis zur nächsten Meldung und stellen so oder so ohnehin nur die Einzelmeinung eines Journalisten oder Redakteurs dar.
Heute habe ich zur Abwechslung vielleicht etwas philosophischer geschrieben als sonst, allerdings brennen mir einige Themen einfach unter den Fingernägeln. Trotz oder gerade wegen den Turbulenzen: Immer entspannt bleiben und den Tag genießen!
Mein Fazit läßt sich in drei Kernpunkten zusammenfassen:
1. China ist zwar wirtschaftlich stark muss aber mit massiven Umbrüchen in seiner Gesellschaft rechnen. Nicht anders sieht es die Regierung in Peking und zensiert das Internet.
2. Die Medien berichten heimatbezogen zu negativ und China betreffend zu positiv.
3. Die €/$-Krise ist in der von den Medien dargestellten, nämlich dramatisierenden Form, nicht existent.
Bis zum nächsten Mal! Matthäus
Viele weitere Fälle sozialer Unruhen ereignen sich in dem gelben Riesenland, das vor Spannung zu bersten droht. Wo die Wirtschaft seit Jahren von einem Rekord zum nächsten eilt, viele westliche Staaten und deren Konzerne Geschäfte und Profite machen, da werden Forderungen der einheimischen Bevölkerung nach Partizipation an dem Aufschwung und dem damit einhergehenden Wohlstand laut. Doch es gibt unzählige Baustellen: das Eigentum wird nicht ausreichend gewährleistet, erst vor wenigen Jahren gab es eine Reform, die es den Chinesen überhaupt möglich machte, ihr Eigentum besser vor Willkür zu schützen.
Menschenrechtsverletzungen sind in China gang und gäbe, laut Amnesty International verhängt alleine die chinesische Volksrepublik so viele Todesstrafen, wie der ganze Rest der Welt. Ein einsamer Spitzenrekord und der absolute Wahnsinn. Auch wenn dieser Link schon etwas älter ist, wer sich für dieses Thema interessiert wird auf den Seiten von Amnesty International fündig.
Das Land hat seinen Wohlstand zwei Phänomenen zu verdanken, die typisch sind für das 21. Jahrhundert: Völkerwanderungen, in China im Besonderen durch Millionen Wanderarbeiter gekennzeichnet, und der Globalisierung, der das rote Reich einen großen Teil seines neuen Vermögens zu verdanken hat. Spannungen und soziale Unruhen entstehen nun, weil arm auf reich trifft und die sichtbaren Wohlstandsunterschiede mit Hilfe der Mund-zu-Mund-Propaganda bis in's letzte Dorf China's getragen werden.
Über 100 Mrd. US-$ wurden alleine dieses Jahr bereits aus dem Ausland in China investiert. Von solchen Konjunkturprogrammen wagt so manch ein westlicher Politiker gar nicht zu träumen. Das zeigt sich natürlich in beeindruckenden Wachstumszahlen und in einem wachsendem Selbstbewusstsein.
Dabei gibt es wie oben beschrieben unglaublich viele Missstände. Leider konzentrieren sich unsere Medien viel zu sehr auf die positiven, die wirtschaftlichen Meldungen aus China. Es wird kein oder nur ein zu vernachlässigender Druck gegenüber dem großen Land in der Mitte aufgebaut. Es wird viel zu unkritisch und eingeschüchtert von den vermeintlich so großen Problemen in unseren Landen, USA und Europa, berichtet. Ausschließlich Positives wird in den Vordergrund gestellt.
Ganz anders sieht die Berichterstattung zu unseren Gefilden aus: Viele Schreckenszenarien um Währungsturbulenzen und Rezessionen geistern durch unsere Medien, ständig wird Angst geschürt. Ich frage mich warum das so ist und finde nur eine unzureichende Erklärung in dem Wandel, den die gesamte Medienlandschaft selbst durch das Internet erfahren muss. Wahrscheinlich sind es wegbrechende Einnahmen aus der Werbeindustrie, die den Verlagshäusern und den Radio- und Fernsehsendern zu schaffen machen und sie mithin immer wieder auf's Neue veranlassen, Hiobsbotschaften zu verbreiten. Schlechte Nachrichten haben sich schon immer gut verkauft heißt es meist ganz lapidar dazu. Das wird es wohl sein. Wenn es dem Nachbar schlechter geht als mir, dann bin ich zufrieden. Das selbe Prinzip setzt wohl auch ein, wenn es um Menschen geht, die wir nicht persönlich kennen, Unternehmen aus anderen Regionen, anderen Staaten.
In dieses Bild passen die Meldungen aus China nicht hinein. Dort blühen die Landschaften, dort fließt Milch und Honig. Was für ein Quatsch, liebe Medien, mehr kritische Berichterstattung zu China ist erwünscht. Das ständige Verrücktmachen der eigenen Bevölkerung stößt mir persönlich sauer auf. Ein Bsp. ist die seit Jahren zu verfolgende Diskussion um einen schwachen € und einen schwachen US-$.
Lächerlich. Wo sind denn die Alternativen? Soll der Welthandel in Zukunft in Rubel berechnet werden, in türkischen Lira womöglich. Oder in chinesischen Yuan? Letzterer ist an den US-$ gekoppelt, was von der amerikanischen Regierung seit Jahren kritisiert wird. Fazit: Es gibt zum US-$ und zum € keinerlei brauchbare Alternative, so einfach ist das. All die Meldungen der letzen Jahre sind Kokolores. Ausufernde Staatsschulden in Griechenland haben überhaupt keine Bedeutung in unserer Welt, auf den Punkt gebracht interessiert das Land an Europa's Peripherie niemanden wirklich.
Viele Nachrichten in den heutigen Medien sind wenig bis gar nichts wert. Sie stehen isoliert im Raum, herausgerissen aus dem Gesamtkontext einer eng verwobenen und globalisierten Welt haben sie einen Mehrwert von wenigen Stunden, höchstens bis zur nächsten Meldung und stellen so oder so ohnehin nur die Einzelmeinung eines Journalisten oder Redakteurs dar.
Heute habe ich zur Abwechslung vielleicht etwas philosophischer geschrieben als sonst, allerdings brennen mir einige Themen einfach unter den Fingernägeln. Trotz oder gerade wegen den Turbulenzen: Immer entspannt bleiben und den Tag genießen!
Mein Fazit läßt sich in drei Kernpunkten zusammenfassen:
1. China ist zwar wirtschaftlich stark muss aber mit massiven Umbrüchen in seiner Gesellschaft rechnen. Nicht anders sieht es die Regierung in Peking und zensiert das Internet.
2. Die Medien berichten heimatbezogen zu negativ und China betreffend zu positiv.
3. Die €/$-Krise ist in der von den Medien dargestellten, nämlich dramatisierenden Form, nicht existent.
Bis zum nächsten Mal! Matthäus
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Führungschaos in der FDP
Die Liberalen befinden sich in der Krise. Das ganze Jahr 2011 stand unter keinem guten Stern für die Freie Demokratische Partei.
Viele verlorene Landtagswahlen führten dazu, dass sich das Personalkarussel innerhalb der Führungsspitze zu drehen begonnen hat. Erst gab der aktuelle Bundesaußenminister Guido Westerwelle seinen Parteivorsitz ab, Philipp Rösler übernahm. Nun verkündete auch der Generalsekretär Christian Lindner seinen Rücktritt, nachdem er durch unglückliche Äußerungen zu dem von Frank Schäffler initiierten ESM-Mitgliederentscheid unter Druck geriet.
Damit ist der Machtkampf innerhalb der FDP offen zu Tage getreten und es bleibt gleichzeitig fraglich, wie sich der Richtungsstreit zu dem Europäischen Stabilitätsmechanismus, kurz ESM, weiter entwickeln wird.
Viele verlorene Landtagswahlen führten dazu, dass sich das Personalkarussel innerhalb der Führungsspitze zu drehen begonnen hat. Erst gab der aktuelle Bundesaußenminister Guido Westerwelle seinen Parteivorsitz ab, Philipp Rösler übernahm. Nun verkündete auch der Generalsekretär Christian Lindner seinen Rücktritt, nachdem er durch unglückliche Äußerungen zu dem von Frank Schäffler initiierten ESM-Mitgliederentscheid unter Druck geriet.
Damit ist der Machtkampf innerhalb der FDP offen zu Tage getreten und es bleibt gleichzeitig fraglich, wie sich der Richtungsstreit zu dem Europäischen Stabilitätsmechanismus, kurz ESM, weiter entwickeln wird.
Samstag, 10. Dezember 2011
2011 - das Jahr des Protestes (2)
Jetzt brodelt es auch in Russland, wo die brutale Diktatur Putin's die Menschen zur Weißglut bringt und die manipulierte Parlamentswahl die Menschen auf die Straße bringt.
Erst vor kurzem schrieb ich an dieser Stelle wo sonst auf dieser Welt die Menschen gegen Ungleichheit, Unterdrückung und Maßlosigkeit revoltieren. Es scheint sich zu bestätigen, dass die Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht etc. ein Leben in Unfreiheit auf Dauer nicht hinnehmen möchten und über kurz oder lang dagegen aufbegehren. Wie nervös auch die Staatsführung in China ist, kann man in unserer Presse schon seit Längerem verfolgen, in der immer wieder über die dortige Internetzensur berichtet wird, z.B. hier, hier und hier.
Kaum vorstellbar, dass das nächste Jahr ruhiger werden wird, auch wenn ich selbst natürlich keine Glaskugel zu Hause stehen habe.
Erst vor kurzem schrieb ich an dieser Stelle wo sonst auf dieser Welt die Menschen gegen Ungleichheit, Unterdrückung und Maßlosigkeit revoltieren. Es scheint sich zu bestätigen, dass die Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht etc. ein Leben in Unfreiheit auf Dauer nicht hinnehmen möchten und über kurz oder lang dagegen aufbegehren. Wie nervös auch die Staatsführung in China ist, kann man in unserer Presse schon seit Längerem verfolgen, in der immer wieder über die dortige Internetzensur berichtet wird, z.B. hier, hier und hier.
Kaum vorstellbar, dass das nächste Jahr ruhiger werden wird, auch wenn ich selbst natürlich keine Glaskugel zu Hause stehen habe.
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